سؤال و جواب

مع ترجمة ميسرة إلى اللغة الألمانية
Frage & Antwort

سؤال عن النّذْر





الحمد لله رب العالمين، حمداً يليق بجلال وجهه وعظيم سلطانه، والصلاة والسلام على سيدنا محمدٍ المبعوث رحمةً للعالمين، وعلى آله وصحبه ومن تبعهم بإحسان إلى يوم الدين.

سؤال يقول صاحبه: رجل كانت أخته مريضة فنذر إذا شفيت أخته أن يذبح ثورا للفقراء، فشفيت أخته، ولكنه ما ذبح الثور بل تصدق بمبلغه للمسجد، هل يكفيه هذا الفعل؟

الجواب: لا يكفيه هذا التصرف، بل الواجب عليه أن يفي بنذره، وذلك بذبح الثور الذي نذر ذبحه.

والصدقة به على الفقراء؛ تقربًا إلى الله سبحانه وتعالى طاعة لله ووفاء بنذره؛ لقول النبي صلى الله عليه وسلم: من نذر أن يطيع الله فليطعه، ومن نذر أن يعصي الله فلا يعصه. أخرجه البخاري في صحيحه، عن أم المؤمنين عائشة رضي الله عنها.

ولا يجزئ عنه الصدقة بالثمن، بل الواجب ذبح الثور كما نذر ذلك، لقول النبي صلى الله عليه وسلم: إنما الأعمال بالنيات، وإنما لكل امرئ ما نوى [متفق على صحته]

وأوصيه بعدم العودة إلى النذر؛ لقول النبي صلى الله عليه وسلم: لا تنذروا؛ فإن النذر لا يرد مِن قدر الله شيئًا، وإنما يستخرج به من البخيل [متفق على صحتهن]

فيجب عليه أن يفي بنذره بذبح الثور للفقراء كما نذر تماماً؛ لأن هذا نذر التعيين والالتزام بجهة معينة يجب الوفاء به ولا يجوز العدول عنه إلى جهة أخرى. وأكل الفقراء من الذبيحة هو الأصل في نذر التقرب بالذبح. فتعيين ذبح الثور يجعل الذبح نفسه مقصوداً للتقرب إلى الله تعالى وتوزيع لحمه على المحتاجين.

والفرق بين إطعام الفقراء وبناء المساجد فرق شاسع.

إطعام الفقراء والمساكين هو الأصل لنذر الذبيحة، بينما بناء المسجد جهة أخرى لا تماثل إطعام الجائع، لأنه النذر المخصص للفقراء ودفع ثمنه لغيرهم لا يجوز، بل يجب عليه الآن أن يذبح الثور ويوزع لحمه على الفقراء والمحتاجين لتبرأ ذمته من النذر.

إن كان قد دفع الثمن للمسجد ولم يعد الثور موجوداً، فعليه شراء ثور آخر وذبحه للفقراء، أو استدراك الأمر بما يوافق لفظ نذره.

ومن العلماء من قال بكفارة يمين إن كان عاجزاً عن شراء ثور آخر، فهو نذر ذبح الثور، لا تبرؤ ذمته فذبيحة الثور وتوزيع لحمه على الفقراء فذلك يحقق مقصد النذر في إطعام المحتاجين، أما تصدُّقُه بثمن الثور للمسجد يعد عدولاً عن الجهة المعينة، ولا يجزئه الوفاء بالنذر إلا باتباع ما نذره بدقة، فيلزم الرجل الآن أن يشتري ثوراً ويذبحه ويفرّق لحمه على الفقراء والمساكين كما وعد الله في نذره، ولا تسقط عنه هذه الكفارة أو النذر بتلك النقود التي دفعها للمسجد، والله أعلم


وصلى الله وسلم وبارك على نبينا محمد وعلى آله وصحبه أجمعين، والحمد لله رب العالمين.



الشيخ محمد جبّّان
إمام و خطيب
مسجد عمر بن الخطاب دوسلدورف


Frage über das Gelübde



Ein Fragesteller sagt:

Ein Mann hatte eine kranke Schwester und legte das Gelübde (Nadhr) ab, dass er, falls seine Schwester gesund würde, einen Stier für die Armen schlachten werde. Seine Schwester wurde tatsächlich gesund. Er schlachtete jedoch keinen Stier, sondern spendete dessen Geldwert an eine Moschee. Genügt ihm dieses Vorgehen?

Antwort:

Nein, dieses Vorgehen genügt nicht. Vielmehr ist er verpflichtet, sein Gelübde zu erfüllen, indem er den Stier schlachtet, dessen Schlachtung er gelobt hat. Anschließend soll er das Fleisch den Armen zukommen lassen, um Allah عز وجل näherzukommen, Ihm zu gehorchen und sein Gelübde zu erfüllen. Unser Prophet صَلّى اللهُ عَلَيْهِ وسَلَّم sagte: „Wer gelobt, Allah zu gehorchen, der soll Ihm gehorchen; und wer gelobt, Allah عز وجل ungehorsam zu sein, der soll Ihm nicht ungehorsam sein.“
(Überliefert bei al-Bukhari)

Die Spende des Geldwertes genügt an seiner Stelle nicht. Vielmehr ist er verpflichtet, den Stier zu schlachten, so wie er es gelobt hat. Denn unser Prophet صَلّى اللهُ عَلَيْهِ وسَلَّم sagte: „Die Taten werden nur nach den Absichten beurteilt, und jeder Mensch erhält nur das, was er beabsichtigt hat.“
(Überliefert bei al-Bukhari und Muslim.)

Außerdem rate ich ihm davon ab, künftig Gelübde abzulegen. Denn der Gesandte Allahs صَلّى اللهُ عَلَيْهِ وسَلَّم sagte: „Legt keine Gelübde ab, denn das Gelübde kann nichts von Allahs Vorherbestimmung abwenden; vielmehr wird dadurch nur etwas aus dem Geizigen herausgeholt.“
(Überliefert bei al-Bukhari)

Deshalb muss er sein Gelübde genau so erfüllen, wie er es abgelegt hat: durch die Schlachtung eines Stieres für die Armen. Es handelt sich hierbei um ein Gelübde mit einer konkret festgelegten Handlung und einem bestimmten Zweck. Ein solches Gelübde muss erfüllt werden und darf nicht durch eine andere Handlung ersetzt werden.

Dass die Armen von dem geschlachteten Tier essen, ist der eigentliche Zweck eines Gelübdes dieser Art. Durch die ausdrückliche Festlegung der Stierschlachtung wird die Schlachtung selbst zu einem Akt der Annäherung an Allah عز وجل, verbunden mit der Verteilung des Fleisches an Bedürftige.

Zwischen der Speisung von Armen und dem Bau oder der Unterstützung von Moscheen besteht ein deutlicher Unterschied. Die Versorgung von Armen und Bedürftigen ist der eigentliche Gegenstand dieses Gelübdes, während die Unterstützung einer Moschee einen anderen Verwendungszweck darstellt. Da das Gelübde ausdrücklich den Armen galt, ist es nicht zulässig, den Gegenwert des Tieres an andere Empfänger weiterzugeben.

Daher muss er nun einen Stier schlachten und dessen Fleisch an Arme und Bedürftige verteilen, damit er seiner Verpflichtung aus dem Gelübde nachkommt.

Falls der Geldbetrag bereits an die Moschee gezahlt wurde und der ursprünglich vorgesehene Stier nicht mehr vorhanden ist, muss er einen anderen Stier kaufen und für die Armen schlachten oder die Angelegenheit auf eine Weise nachholen, die dem Wortlaut seines Gelübdes entspricht.

Einige Gelehrte vertreten die Auffassung, dass eine Sühneleistung (Kaffarat al-Yamin) erforderlich sein kann, falls jemand nicht in der Lage ist, einen weiteren Stier zu erwerben. Grundsätzlich bleibt jedoch die Verpflichtung bestehen, den gelobten Stier zu schlachten und dessen Fleisch an die Armen zu verteilen.

Die Spende des Geldwertes an die Moschee stellt eine Abweichung von dem ausdrücklich festgelegten Zweck des Gelübdes dar und genügt daher nicht zur Erfüllung desselben. Der Mann ist verpflichtet, einen Stier zu kaufen, ihn zu schlachten und sein Fleisch an die Armen und Bedürftigen zu verteilen, so wie er es Allah سبحانه وتعالى in seinem Gelübde versprochen hat. Die an die Moschee gezahlte Geldspende hebt diese Verpflichtung nicht auf.

Und Allah عز وجل weiß es am besten.

Möge Allah سبحانه وتعالى unseren Propheten Muhammad segnen sowie seine Angehörige, Gefährten und alle seine Nachkommen. Und alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten.


Sheikh Muhammad Jebban
Imam / Prediger und Vorbeter
der Moschee Omar bni Al-Khattab - Düsseldorf